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Sprechende Blumen

Ein ABC der Pflanzensprache

»Isabel Kranz Buch ist kein Naturkundemuseum, sondern eine Wunder- und Echokammer.« Florian Werner, Deutschlandradio Kultur Wie alle Pflanzen können Blumen bekanntlich nicht sprechen. Doch sie erzählen Geschichten: über ihr Aussehen, ihre Entdecker, ihre heilenden oder giftigen Eigenschaften oder davon, wie sie einst in diese Welt gekommen sind. Doch Kranz geht es weniger um erotische Nachrichten als vielmehr darum, Blumen selbst als Leseanleitungen zu verstehen: In diesen Lektüren werden Klassiker der Weltliteratur ebenso floral gedeutet wie ein Sketch von Monty Python, botanische Traktate aus dem 18. Jahrhundert oder populäre Liebesromane der Gegenwart.

Verlag Matthes & Seitz Berlin
ISBN 9783882219357
2014
herausgegeben von Judith Schalansky
23.5 x 18 cm. 174 Seiten. 2. Auflage. Hardcover. Serien: Naturkunden.
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel

»Isabel Kranz Buch ist kein Naturkundemuseum, sondern eine Wunder- und Echokammer.« Florian Werner, Deutschlandradio Kultur

Wie alle Pflanzen können Blumen bekanntlich nicht sprechen. Doch sie erzählen Geschichten: über ihr Aussehen, ihre Entdecker, ihre heilenden oder giftigen Eigenschaften oder davon, wie sie einst in diese Welt gekommen sind. Dieses Wissen geben Blumen jedoch nicht direkt preis, sondern verstecken es in ihrem Namen oder verbergen es hinter Anekdoten.

In Isabel Kranz Bildwörterbuch lebt die Tradition der Blumensprache fort: Sie spricht einzelnen Blüten symbolische Kraft zu und legt Regeln fest, nach denen Blumen als geheime Zeichen für Liebesbotschaften fungieren sollten.

Doch Kranz geht es weniger um erotische Nachrichten als vielmehr darum, Blumen selbst als Leseanleitungen zu verstehen: In diesen Lektüren werden Klassiker der Weltliteratur ebenso floral gedeutet wie ein Sketch von Monty Python, botanische Traktate aus dem 18. Jahrhundert oder populäre Liebesromane der Gegenwart. Historische Verweise enthüllen die bisher unerkannte Schönheit der botanischen Beschreibungssprache.

Einmal mehr erweist sich, dass Blumen den Schlüssel zu ihrer eigenen Geschichte immer schon selbst mitbringen. Man muss sie nur zu lesen wissen.

 Isabel Kranz, geboren 1977 in Berlin, ist Literaturwissenschaftlerin. Sie arbeitet zum Verhältnis von Literatur und Botanik, zur Theorie des Details sowie zu Walter Benjamin. Seit 2010 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt. Sie ist Gründungsmitglied des Herausgeberkollektivs Butis Butis.

Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign, lebt heute als freie Autorin und Gestalterin in Berlin und lehrt in Potsdam Typografische Grundlagen. 2012 wurde Judith Schalansky mit dem Förderpreis der Stadt Bad Homburg sowie dem Spycher: Literaturpreis Leuk ausgezeichnet. 2014 wurde sie zur Mainzer Stadtschreiberin gewählt, ebenso erhielt sie den Preis der Literaturhäuser 2014.