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Goethes Hochzeit

Verlag Insel Verlag
ISBN 9783458192947
2007

18.4 x 12.1 cm. 78 Seiten. Hardcover. Serien: Insel-Bücherei. 3. Auflage.
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel

Als Goethe am 19. Oktober 1806 zum Entsetzen der Weimarer Gesellschaft die Mutter seines fast erwachsenen Sohnes heiratete, lag eine krisenhaft zugespitzte Folge traumatischer Ereignisse hinter ihm: Schillers Tod am 9. Mai 1805, Nierenkoliken, die ihm das Leben zur Hölle machten, schließlich am 14. Oktober 1806 der Sieg von Napoleons Truppen bei Jena und Auerstedt: Weimar war freigegeben zur Plünderung, der Tod allgegenwärtig. Nie stand das mögliche Ende Goethe so nah vor Augen, und er wollte, so wird gesagt, Frau und Sohn im Falle seines Todes versorgt wissen. Doch ist das als Erklärung für seine späte Heirat hinreichend? Wolfgang Frühwald zeigt, daß es wirklich Liebe war, die Goethe zu diesem Schritt bewog - eine Liebe, die sich nicht mehr um die feinsinnige Trennung von Sexualität und Freundschaft, bürgerlicher Ehe und Triebbefriedigung scherte. Der Nachweis gelingt Frühwald in einer packenden Synopse des Schicksalsjahres 1806 sowie in der Betrachtungvon poetischen Texten, in denen Goethe Barrieren gegen den Tod errichtete.

Autorenportrait:
Wolfgang Frühwald, geboren 1935, ist Professor emeritus für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der LMU München. Von 1999 bis 2007 war er als erster Geisteswissenschaftler Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung.

über die Autoren
Wolfgang Frühwald

Wolfgang Frühwald, geboren 1935, Professor (em.) für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1982-1987 Mitglied des Wissenschaftsrates. 1992-1997 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1994-1998 Mitglied des Rates für Forschung, Technologie und Innovation. Seit 1999 Präsident der...

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