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Verlag FISCHER Taschenbuch
ISBN 978-3-596-13510-3
2001

11. Auflage . Erscheinungsdatum: 25.01.2001 . 190,0 mm x 120,0 mm x 37,0 mm . Softcover .

Softcover

lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel
Sankt Petersburg 1866, Fürst Myschkin kehrt von einem langen Sanatoriumsaufenthalt aus der Schweiz in die russische Hauptstadt zurück. Schon im Zug lernt er Rogoschin kennen, der von seiner Leidenschaft zu Nastassja Filippowna erzählt, einer »gefallenen Frau«. Rogoschin zieht ihn in ein Geflecht auf ihn einstürzender Figuren. Fürst Myschkin gelingt es weder, sich von ihnen zu befreien, noch vermag er Rogoschin von einem Mord zurückzuhalten. Am Ende ist Myschkin zerrütteter als zuvor, ein »Idiot« und heiliger Narr, der dem 19. Jahrhundert und uns, seinen Erben, einen schwarzen Spiegel vorhält. »Die gesamte Bewegung des Buches gleicht einem ungeheuren Kratereinsturz«, schrieb Walter Benjamin über diese zweite der großen Romantragödien Dostojewskijs. Ihr Held Fürst Myschkin wandelt als »wahrhaft guter Mensch« über eine dünne Kruste, unter der die Themen der Zeit vibrieren: Soll sich Rußland auf sich selbst besinnen oder nach Europa orientieren? Gegen die westliche Industrialisierung, die Eisenbahnen und den sogenannten Nihilismus werden östliche Mystik und Religiosität aufgeboten. Als tragischer Don Quijote ist Myschkin eine der modernsten und einflußreichsten Gestalten Dostojewskijs, der unerbittlich Gerichtstag hält.
über die Autoren
Fjodor Dostojewskij

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij, geboren 1821 in Moskau, zählt zu den bedeutendsten Autoren der Weltliteratur. Der Sohn eines Arztes besuchte 1838-1843 die Ingenieurschule der Petersburger Militärakademie. Nach kurzer Tätigkeit als technischer Zeichner im Kriegsministerium wurde er freier Schriftsteller. Wegen seiner Teilnahme an einem...

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Fjodor M. Dostojewskij
Fjodor M. Dostojewskij

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij wurde 1821 in Moskau als Sohn eines Arztes geboren. Er studierte an der Militär-Ingenieurschule in St. Petersburg, gab seinen Beruf als Ingenieur aber bereits kurz nach dem Studium auf, um freier Schriftsteller zu werden. Er stand zunächst dem atheistischen Sozialismus nahe und wurde 1849 wegen der...

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