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Lotte meine Lotte

Die Briefe von Goethe an Charlotte von Stein

Ein literarisches Hohelied der Liebe und doch kaum gelesen: Goethes Briefe an Charlotte von Stein zwischen 1776 und 1786.

Verlag AB - Die Andere Bibliothek
ISBN 9783847703600
2014

Erscheinungsdatum: 05.12.2014 . 1. Auflage . 750 Seiten. 21.3 x 12.1 cm . Hardcover . Die Andere Bibliothek .

Hardcover

lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel

Ein literarisches Hohelied der Liebe und doch kaum gelesen: Goethes Briefe an Charlotte von Stein zwischen 1776 und 1786. Ein Werther in Weimar, der klandestine Roman vom Überleben der Poesie im Liebesbriefwechsel. Am Anfang steht eine Silhouette, ein Schattenriss, den Goethe von der Baronesse, Hofdame und Freundin der Herzogin Anna Amalia sah. Am 11. November 1775, soeben am Weimarer Musenhof eingetroffen, trifft der 26jährige berühmte Autor des Werther auf die sieben Jahre ältere Charlotte von Stein verheiratet mit dem herzoglichen Stallmeister. Die Sprache der Liebe in unendlichen Variationen wird wie neu erfunden, auf über 1700 Zettelgen. Billette, Botschaften, Beteuerungen lesen wir, die von einer für Goethe wohl unvergleichlichen Liebe erzählen, die zugleich doch nichts ist ohne Sprache, seine Sprache immer frisch auf Traumglück auszugehen. Nur Goethes Korrespondenz ist überliefert. Aus ihr entwickelt sich, immer auch als Gesprächsfortsetzung gegenüber einer eher zurückhaltenden Charlotte von Stein und bei allen spannungsvollen Verstimmungen und Enttäuschungen, ein ganz eigener leidenschaftlicher Liebesroman; er begleitet Goethes Arbeit an Egmont, an Iphigenie und an Tasso.

Goethes zärtlich verliebte Mitteilungen, unmittelbarste Spiegelungen seiner Weimarer Dekade zwischen Literatur, Diplomatie und den naturwissenschaftlichen Interessen, ermöglichen ihm ein Weiterleben jenseits des höfischen Pflichtprogramms in der immer enger werdenden thüringischen Provinz. Charlotte ermöglicht ihm die Literatur. Mit Goethes geheimem Aufbruch nach Rom, seiner für Charlotte katastrophalen Flucht vor den Weimarer Verpflichtungen, wird der Briefwechsel endgültig zum Tagebuch-Monolog der Italienreise, auf der Goethe seine ideale Geliebte, seine Liebesprojektion, seine liebe Lotte, seine Charlotte, seinen Werther in Weimar beendet. Wer lernt aus in der Liebe. Adieu... Jan Röhnert, geboren 1976, ist Autor und Literaturwissenschaftler. Er lehrt als Professor am Institut für Germanistik an der Universität Braunschweig. Karl Philipp Moritz` Reisen eines Deutschen in Italien (Band 337 der Anderen Bibliothek) erhellte er essayistisch.

Autorenportrait:
Johann W. von Goethe, geb. am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gest. am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken 'Götz' und 'Werther', Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ('Faust', 'Tasso', 'Iphigenie' u. v. a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling . . .). Goethe prägte den Begriff Weltliteratur, und er ist der erste und bis zum heutigen Tag herausragendste Deutsche, der zu ihren Vertretern gehört.

über die Autoren
Johann Wolfgang von Goethe

Johann Christoph Sachse wurde 1762 in Cobstädt bei Gotha geboren. Er war Schriftsteller und Bibliotheksdiener in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar unter deren Leiter Johann Wolfgang von Goethe. Sachse starb 1822, kurz nach Erscheinen seines Buches, in Teplice in Böhmen.

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