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Retromania

Warum Pop nicht von seiner Vergangenheit lassen kann

Wir leben in einem Zeitalter des Pop, das völlig verrückt ist nach ständiger Erinnerung: Wiedervereinigungen von Bands und endlose Reunion-Touren, umfangreiche Wiederveröffentlichungen von Klassikern, mit Outtakes vollgestopfte Box-Sets, Neuverfilmungen oder Fortsetzungen sattsam bekannter Filme, Nostalgie-Shows und Bildbände über drittklassige TV-Stars aus der Kindheit... Nur: Was wird passieren, wenn der Popindustrie die Vergangenheit ausgeht? Steuern wir auf eine Art kulturell-ökologische Katastrophe zu, wenn das Archiv restlos geplündert und der Strom der Popgeschichte endgültig versiegt ist?Simon Reynolds, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Musikjournalisten, behauptet, dass wir längst den kritischen Punkt überschritten haben. Auch wenn sich in früheren Dekaden obsessiv mit der Vorzeit auseinandergesetzt wurde, nie zuvor war eine Gesellschaft so besessen von den kulturellen Produkten ihrer unmittelbaren Vergangenheit. Retromania ist das ersteBuch, das sich mit der Retro-Industrie beschäftigt und fragt, ob wir uns von den Versprechen des Pop - Originalität, Innovation und Subversion - einfach verabschieden müssen und wie die Zukunft einer Popkultur aussieht, die in einem Kreislauf aus Sampling, Wiederholung und Musealisierung gefangen zu sein scheint? Als Bonustrack der deutschen Ausgabe findet sich ein Essay von Simon Reynolds, der sich mit dem Mythos der künstlerischen Originalität vor dem Hintergrund der aktuellen Copyright-Debatten beschäftigt.

Verlag Ventil Verlag
ISBN 9783931555290
2019
übersetzt von Chris Wilpert
23 x 15.5 cm. 424 Seiten. Buch. 1. Auflage.
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel

Wir leben in einem Zeitalter des Pop, das völlig verrückt ist nach ständiger Erinnerung: Wiedervereinigungen von Bands und endlose Reunion-Touren, umfangreiche Wiederveröffentlichungen von Klassikern, mit Outtakes vollgestopfte Box-Sets, Neuverfilmungen oder Fortsetzungen sattsam bekannter Filme, Nostalgie-Shows und Bildbände über drittklassige TV-Stars aus der Kindheit ... Nur: Was wird passieren, wenn der Popindustrie die Vergangenheit ausgeht? Steuern wir auf eine Art kulturell-ökologische Katastrophe zu, wenn das Archiv restlos geplündert und der Strom der Popgeschichte endgültig versiegt ist?Simon Reynolds, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Musikjournalisten, behauptet, dass wir längst den kritischen Punkt überschritten haben. Auch wenn sich in früheren Dekaden obsessiv mit der Vorzeit auseinandergesetzt wurde, nie zuvor war eine Gesellschaft so besessen von den kulturellen Produkten ihrer unmittelbaren Vergangenheit. Retromania ist das ersteBuch, das sich mit der Retro-Industrie beschäftigt und fragt, ob wir uns von den Versprechen des Pop - Originalität, Innovation und Subversion - einfach verabschieden müssen und wie die Zukunft einer Popkultur aussieht, die in einem Kreislauf aus Sampling, Wiederholung und Musealisierung gefangen zu sein scheint? Als Bonustrack der deutschen Ausgabe findet sich ein Essay von Simon Reynolds, der sich mit dem Mythos der künstlerischen Originalität vor dem Hintergrund der aktuellen Copyright-Debatten beschäftigt.

Autorenportrait:
Simon Reynolds, 1963 in London geboren, war von 1986 bis 1990 Redakteur der englischen Musikzeitschrift Melody Maker. Ein Buch mit seinen Texten aus jener Zeit erschien 1990 unter dem Titel Blissed Out: The Raptures of Rock . Seit 1994 lebt Reynolds im East Village in Manhattan. Er schreibt für Zeitungen und Zeitschriften wie New York Times, Village Voice, Spin, The Guardian, Rolling Stone, The Observer, Artforum, The Wire und Uncut. 1995 erschien das Buch The Sex Revolts: Gender, Rebellion & RocknRoll , das er zusammen mit seiner Frau Joy Press schrieb; 1998 folgte Generation Ecstasy: Into the World of Techno and Rave Culture in America . Seit Ende 2002 betreibt Reynolds im Internet sein Blissblog.

über die Autoren
Simon Reynolds

Simon Reynolds, 1963 in London geboren, ist Kulturjournalist mit Wahlheimat New York. Neben dem Standardwerk über die Post-Punk-Ära “Rip It Up And Start Again” veröffentlichte er Bücher u.a. über Techno- und Ravekultur, Gender im Rock und schreibt für “New York Times”, “Village Voice”, “Rolling Stone” und “The Wire”.

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