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DER FANATISMUS ODER MOHAMMED

inklusive der Essays PREDIGT DER FÜNFZIG und VON DEM KORANE UND DEM MAHOMED

Die »Predigt der Fünfzig« zerlegt die Bibel, Von dem Korane und dem Mahomed den Koran - dieser Essay wird in einer zeitgenössischen Übersetzung von Gotthold Ephraim Lessing präsentiert. Es geht Voltaire nicht um eine einzelne Religion, er schreibt gegen den Missbrauch des Göttlichen und gegen den Fanatismus an. Voltaires Tragödie »Der Fanatismus oder Mohammed« stellt Macht und Manipulation exemplarisch dar: Der religiöse Fanatismus wird zur politischen Waffe. Das Stück ist ein drastischer Ruf der Warnung. Der katholische Klerus ließ das Stück sofort verbieten, Voltaire widmete es sofort dem Papst. Der Fanatismus oder Mohammed erzählt eine haarsträubende und gewöhnliche Geschichte: Hirn und Herz eines jungen Mannes werden gewaschen, die Religion lässt ihn zum Mörder werden. Sein Auftraggeber ist der Prophet Mohammed, der die Stadt Mekka erobern will - und triumphiert.

Verlag Verlag Das Kulturelle Gedächtnis
ISBN 9783946990024
2017
übersetzt von Tobias Roth
160 Seiten. Hardcover. 1. Auflage.
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel

Die »Predigt der Fünfzig« zerlegt die Bibel, Von dem Korane und dem Mahomed den Koran - dieser Essay wird in einer zeitgenössischen Übersetzung von Gotthold Ephraim Lessing präsentiert. Es geht Voltaire nicht um eine einzelne Religion, er schreibt gegen den Missbrauch des Göttlichen und gegen den Fanatismus an.

Voltaires Tragödie »Der Fanatismus oder Mohammed« stellt Macht und Manipulation exemplarisch dar: Der religiöse Fanatismus wird zur politischen Waffe. Das Stück ist ein drastischer Ruf der Warnung. Der katholische Klerus ließ das Stück sofort verbieten, Voltaire widmete es sofort dem Papst.

Der Fanatismus oder Mohammed erzählt eine haarsträubende und gewöhnliche Geschichte: Hirn und Herz eines jungen Mannes werden gewaschen, die Religion lässt ihn zum Mörder werden. Sein Auftraggeber ist der Prophet Mohammed, der die Stadt Mekka erobern will - und triumphiert.

Die Neuübersetzung der Tragödie wird ergänzt durch Voltaires Widmungsbriefe an Friedrich II. und den Papst, sowie durch zwei schonungslose Streitschriften: In ihnen rechnet Voltaire mit den drei Buchreligionen gleichermaßen ab. 

Voltaire, eig. François-Marie Arouet, geb. 1694 in Paris, besuchte dort das Jesuitenkolleg Louis-le-Grand und fand nach Abschluß seines Studiums bald Zugang zu aristokratischen freidenkerischen Kreisen. 1717 brachte ihm eine Satire auf Ludwig XIV. ein Jahr Haft in der Bastille ein. Später mußte er seines Freidenkertums und seiner aufklärerischen Schriften wegen mehrfach Paris verlassen. In England und auf dem Schloß einer Freundin in der Champagne fand er Asyl. 1750 folgte er einer Einladung an den Hof Friedrich des Großen, wurde aber drei Jahre später in Ungnade wieder entlassen. Er starb 1778 in Paris.Tobias Roth, geb. 1985 in München, studierte in Freiburg i. Br. und Berlin. Er lebt als freier Autor, Übersetzer, Kritiker und Literaturwissenschaftler in Berlin. Seine Essays und Rezensionen erscheinen u.a. in der Süddeutschen Zeitung sowie in diversen Onlinefeuilletons. Seit 2011 ist er Herausgeber der Berliner Renaissancemitteilungen, seit 2012 im Vorstand der Internationalen Wilhelm-Müller-Gesellschaft. 2007, 2009 und 2011 war Roth Preisträger im internationalen Essay-Wettbewerb der Goethe-Gesellschaft in Weimar, 2010 Stipendiat des Mannheimer Mozartsommers und der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin, 2011 gewann er den Preis des Buchhandels beim poet bewegt in Chemnitz, 2010 und 2012 war er Nachwuchsautor der Literaturstiftung Bayern.

 

Die Begründung der Stiftung Buchkunst:

»Man zuckt innerlich zusammen bei der Stichwortkombination des Titels, die zwar geläufig und dennoch gleichermaßen brisant ist. Es ist schwer zu erkennen, wen der Blitz auf dem umschlaglosen Einband trifft. Die klassizistischen Figuren in theatralischer Gewandung und Pose sind nur am Rande zu erkennen; die Szene wird verdeckt von einem textgefüllten polygonalen Titelschild. In Erinnerung an das spätbarocke Mitteilungsbedürfnis auf Titelblättern purzelt man schon vor einer Berührung des Buches ins Geschehen: der Anreißertext skizziert die Polemik von Voltaire gegen die drei abrahamitischen Buchreligionen, als Tragödie 1741 uraufgeführt.

Innen bleibt der einfarbig schwarze Druck bildlos. Der dreifach verschachtelte Satzspiegel ist mit großen Einzügen rechts und links so ausgetüftelt, dass sich die verschiedenen Textsorten fast wie von selbst einrichten.

Der Ertrag des gestalterischen Aufwandes liegt darin, dass Voltaires Theaterstück bereits im Buch selbst zur Aufführung kommt, gleichsam als typografisches Rezitativ. Die performative Qualität eines Textes zu entfalten – was mehr vermögen Material und Form eines Buches? Das Oktavformat von handlicher Blockstärke mit rotem Vorsatz und grünem Kopfschnitt stünde jedem aufgeklärtem Buchregal sehr gut. »Mis en bouteille au château«, wie es der Verlag Das Kulturelle Gedächtnis so geschmackvoll im Impressum sagt.«

über die Autoren
Voltaire

Voltaire (eig. François-Marie Arouet), 1694 in Paris geboren, besuchte dort das Jesuitenkolleg Louis-le-Grand und fand nach Abschluß seines Studiums bald Zugang zu aristokratischen freidenkerischen Kreisen. 1717 brachte ihm eine Satire auf Ludwig XIV. ein Jahr Haft in der Bastille ein. Später mußte er seines Freidenkertums und seiner...

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