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Angst

Sieben Geschichten von der Liebe

In einem Theaterstück, sagt Nina im 1. Akt der Möwe, müsse »unbedingt Liebe vorkommen.« Das tut sie auch. Čechov, Autor der schönsten Liebesszenen auf dem Theater der Weltliteratur, schätzt sie, dem Gewicht nach, auf »fünf Pud«. Doch ist diese Liebe nie eine erwiderte, geschweige denn erfüllte, sie ist, schon allein durch das Arrangement der Lebensumstände, vergeblich von Anfang an und zum Scheitern verurteilt; sie zerschellt am Leben - sei es an den unterschiedlich verteilten Prädispositionen, sei es schlicht am Moment der verstreichenden Zeit.

Verlag Friedenauer Presse
ISBN 9783921592953
2018
übersetzt von Peter Urban
18 x 12 cm. 152 Seiten. Paperback. 9. 9. Auflage.
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel
Die »Sieben Geschichten von der Liebe« sind keine Liebesgeschichten im sentimentalen Sinne. Anton Čechov (1860–1094), der Meister der Kurzgeschichte, hielt nichts von pompösen Effekten. Seine Liebesgeschichten sind diskret und sich skeptisch der Vergänglichkeit der Empfindungen bewusst. In dieser Zurückhaltung liegt ihre Tiefe, die sie zu jeder Zeit lesenswert machen. Wo das Gefühl nicht ausbuchstabiert wird, steigert es sich im Lesen zu höchster Intensität. Die Liebe kann Angst ein flößen.

»Sieben Geschichten von der Liebe, die selbstverständlich Angst heißen, die es flugs zu lesen gilt: weil es kaum einen gibt, der über die Zwischenräume der Seele, die faltigen und porösen Stellen, das Zögern und Lahmen des Herzens, so ganz genau Bescheid weiß wie Anton Čechov.«
Elke Schmitter, Süddeutsche Zeitung
über die Autoren
Anton Cechov
Anton Cechov

Anton Cechov wurde 1860 in Taganrog (Südrussland) geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und studierte dank eines Stipendiums in Moskau Medizin. Den Arztberuf übte Cechov nur kurze Zeit aus. Der Erfolg seiner Theaterstücke und Erzählungen machte ihn finanziell unabhängig. Seine Lungentuberkulose jedoch erzwang immer häufigere...

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