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Filme

Engel aus Eisen, Domino, Mercedes, Der Passagier

Die DVD-Box versammelt erstmals alle Filme Thomas Braschs. Als Extras sind Fernsehbeiträge von und über Brasch zu sehen. Der DVD-ROM-Teil der DVDs enthält u. a. Faksimiles des Drehbuchs zu "Der Passagier", an dem Brasch gemeinsam mit Jurek Becker arbeitete. Im Booklet erinnern sich der Produzent Joachim von Vietinghoff und Hanns Zischler an die Arbeit mit Brasch.

Verlag Suhrkamp
ISBN 9783518135167
2010

1. Auflage . 2010 . 48 Seiten. 18.9 x 18.6 cm . filmedition suhrkamp . PRODUCTCODE_VI .

DVD

lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel

»Ich danke der Filmhochschule der DDR für meine Ausbildung, Ich danke den Verhältnissen für ihre Widersprüche. Und ich danke den Helden meines Films, den beiden toten Kriminellen Gladow und Völpel, für ihr Beispiel.« Mit diesen Sätzen sorgte Thomas Brasch 1981 bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises für "Engel aus Eisen" für einen Skandal.

Brasch hatte 1967/1968 an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg studiert, wurde dann jedoch wegen des Verteilens von Flugblättern gegen den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei zu einer Haftstrafe verurteilt. Nachdem er 1976 die DDR verlassen hatte und ihm mit "Vor den Vätern sterben die Söhne" der Durchbruch als Schriftsteller gelungen war, arbeitete er seit Anfang der achtziger Jahre auch als Filmemacher. Zwischen 1981 und 1988 entstanden die Spielfilme "Engel aus Eisen", "Domino", "Mercedes" (Brasch adaptierte 1985 sein gleichnamiges Stück für das niederländische Fernsehen, der Film ist nun erstmals mit deutschen Untertiteln zu sehen) und "Der Passagier. Welcome to Germany" mit Tony Curtis. "Engel aus Eisen" und "Der Passagier" wurden als deutsche Beiträge bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt.

Die DVD-Box versammelt erstmals alle Filme Thomas Braschs. Als Extras sind Fernsehbeiträge von und über Brasch zu sehen. Der DVD-ROM-Teil der DVDs enthält u. a. Faksimiles des Drehbuchs zu "Der Passagier", an dem Brasch gemeinsam mit Jurek Becker arbeitete. Im Booklet erinnern sich der Produzent Joachim von Vietinghoff und Hanns Zischler an die Arbeit mit Brasch.

Thomas Brasch wurde am 19.2.1945 als Sohn antifaschistischer deutsch-jüdischer Emigranten in Westow/Yorkshire/England geboren. 1947 kehrte die Familie in die spätere DDR zurück, der Vater wurde Staatssekretär und stellvertretender Minister für Kultur. Brasch besuchte von 1956 bis 1960 die Kadettenschule der Nationalen Volksarmee. Nach dem Abitur studierte er Journalismus in Leipzig wurde aber 1965 zwangsexmatrikuliert. 1966 leistete er Theaterarbeit an der Volksbühne Berlin, im Jahr darauf nahm er ein Dramaturgiestudium an der Filmhochschule Babelsberg auf. 1968 folgten Relegation und Gefängnis wegen staatsfeindlicher Hetze (Protest gegen den Einmarsch in die CSSR). 1969 wurde er auf Bewährung entlassen. Zunächst arbeitete er als Fräser in einer Berliner Fabrik, 1971 im Brecht-Archiv danach als freier Schriftsteller. 1976 stellte er nach Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns einen Ausreiseantrag und siedelte in die Bundesrepublik über. 1977 feierte er Erfolge mit Theaterstücken, mit dem Prosaband "Vor den Vätern sterben die Söhne". Ab 1980 setzte sich Brasch auch in Spielfilmen heftig mit der deutschen Vergangenheit auseinander. Er starb am 4.11.2001.

über die Autoren
Thomas Brasch

Katharina Thalbach steht seit ihrer Kindheit auf der Bühne, spielt in Film und Fernsehen. Seit Ende der 80er Jahre führt sie auch Regie. Für ihre Arbeit erhielt sie u. a. den Deutschen Filmpreis und den Grimme-Preis. Sie lieh vielen erfolgreichen Hörbüchern ihre unverwechselbare Stimme. Im März 2014 erhielt sie den Deutschen Hörbuchpreis...

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