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La Commedia / Die Göttliche Komödie

Drei Bände in Kassette. Italienisch/Deutsch

»Für lange Zeit wird diese Ausgabe hinsichtlich philologischer Genauigkeit und profunder Kommentierung den Standard angeben.« Buchkultur Die Kassette enthält alle drei Bände der vielgelobten Neuübersetzung von Dantes Göttlicher Komödie durch Hartmut Köhler.

Verlag Reclam, Philipp
ISBN 9783150300459
2012
übersetzt von Hartmut Köhler
20 x 13 cm. 2080 Seiten. Hardcover. Serien: Reclam Bibliothek.
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel

Der Abschluss von Hartmut Köhlers großartiger Dante-Neuübersetzung

In seinem Hauptwerk, dem bedeutendsten Werk der italienischen Literatur überhaupt, tritt Dante eine Jenseitsreise an. Sie führt ihn durch die Hölle - wo Vergil sein Führer ist - über den Läuterungsberg ins Paradies. "Eccovi l'uom ch'è stato all'Inferno" sollen die Mütter in Verona zu ihren Kindern gesagt haben, wenn der Dichter ihnen auf der Straße begegnete: Das ist der Mann, der in der Hölle war.

Nicht nur in den Menschen um 1315 muss diese Vorstellung ein Schaudern hervorgerufen haben. Wer heute Dantes Commedia (den Beinamen "La Divina Commedia" erhielt sie erst von Boccaccio, sozusagen dem ersten Dante-Philologen) liest, wer sie in der Übersetzung Hartmut Köhlers liest, erfährt den ganzen Schrecken der Qualen, die die Sünder in der Hölle erleiden, erfährt das Entsetzen, das den Dichter bei ihrem Anblick packt.

 

Dante betritt, wieder begleitet von seinem Führer Vergil, das Purgatorio, den Ort der Reinigung, in dem die menschliche Seele sich läutert und würdig wird, zum Himmel aufzusteigen. Die, die dort büßen, haben sich eines der sieben Grundlaster schuldig gemacht: Hochmut, Neid, Zorn, Trägheit, Habsucht, Fressgier und - als geringstes - der Wollust.

Am Ende der Wanderung über den Berg der Läuterungen wartet die schwerste Prüfung, der Gang durch das reinigende Feuer. Danach wird Dante Beatrice begegnen und das Paradies betreten: es beginnt der dritte Teil.

Nachdem er Hölle und Läuterungsberg durchschritten hat, gelangt Dante ins Paradies. Von seinen Führern Vergil und Statius hat er sich verabschiedet; im Paradies wird Beatrice seine Begleiterin sein. Mit ihr schwebt er durch die himmlischen Sphären – es sind wieder neun – empor bis in den höchsten Himmel.

Zuerst erreicht er die Sphäre des Mondes und begegnet dort den Seelen derer, die ein hohes Gelübde nicht eingehalten haben. Die anschließende Merkursphäre wird zum Lobesort des antiken Rom. Der Venushimmel nimmt starke Liebende auf, der ›Planet‹ Sonne die großen Weisheitslehrer, im Mars finden Glaubenskrieger und Märtyrer ihre Plätze, zu Jupiter gehören die gerechten Herrscher, im Saturnhimmel berichten die Meister der Kontemplation von ihrem geistlichen Wirken.

Nach den sieben Wandelsternen spannen die Fixsterne den achten Himmel auf, wo die wichtigsten Apostel Dante einer Glaubensprüfung unterziehen. Im neunten Himmel, dem  Kristallhimmel, wird der Weltenpilger das Licht Gottes erblicken. Eine letzte Vision versetzt ihn in das immaterielle Empyreum, womit das Werk inhaltlich wie dichterisch seinen Höhepunkt erreicht.

 

Dante Alighieri, geb. 1265 in Florenz, gest. 1321 in Ravenna, sah mit neun Jahren erstmals Beatrice, die er später in seinem Werk verklärt. Sein Engagement im Kampf um die Unabhängigkeit von Florenz führte 1302 zu einem Gerichtsprozess und schließlich zu lebenslänglicher Verbannung. Dante, der seitdem als vogelfrei galt, hielt sich danach vor allem in Verona auf und reiste von dort aus in viele oberitalienische Städte und Landschaften. Ab etwa 1316 ließ Dante sich in Ravenna nieder, znächst am Hofe des Cangrande della Scala, später als fürstlicher Sekretär und Lehrer für Poetik und Rhetorik.

Hartmut Köhler, geb. 1940 in Kleinmachnow, Professor i. R. für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Trier, hat bedeutende Übersetzungen aus dem Französischen, Italienischen und Spanischen verfasst. Für die Cahiers/Hefte von Paul Valéry erhielt er 1990 zusammen mit dem Übersetzerteam den Paul-Celan-Übersetzerpreis des Deutschen Literaturfonds. Seine Übersetzung des monumentalen Barockromans El Criticón von Baltasar Gracián wurde 2009 mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Übersetzerpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet. Hartmut Köhler ist Mitglied des Vorstandes der Deutschen Dante-Gesellschaft.

 

»Für lange Zeit wird diese Ausgabe hinsichtlich philologischer Genauigkeit und profunder Kommentierung den Standard angeben.« Buchkultur

 

über die Autoren
Dante Alighieri

Hartmut Köhler, 1940–2012, war bis 2008 Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Trier. Er hat bedeutende Übersetzungen aus dem Französischen, Italienischen und Spanischen verfasst. Für die 'Cahiers/Hefte' von Paul Valéry erhielt er 1990 zusammen mit dem Übersetzerteam den Paul-Celan-Übersetzerpreis des...

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