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Die Abenteuer des guten Soldaten Švejk im Weltkrieg

Wer kennt ihn nicht, den um keine Ausrede verlegenen guten Soldaten Josef vejk, der seine Vorgesetzten zur Raserei brachte, sich aber mit seinem treuen Blick und seinen skurrilen Geschichten jedes Mal vor der drohenden Bestrafung rettete? In Tschechien gehört der vejk zum Nationalerbe; in Zeiten der Okkupation war er ein Widerstandsbuch über die Rolle, die das Buch für die Tschechen spielt, informiert Jaroslav Rudi sehr persönliche Nachbemerkung.

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Verlag Reclam, Philipp
ISBN 9783150109694
2014
übersetzt von Antonin Brousek
19 x 12 cm. 1008 Seiten. Hardcover. Serien: Reclam Bibliothek.
lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
Über den Artikel

Wer kennt ihn nicht, den um keine Ausrede verlegenen guten Soldaten Josef vejk, der seine Vorgesetzten zur Raserei brachte, sich aber mit seinem treuen Blick und seinen skurrilen Geschichten jedes Mal vor der drohenden Bestrafung rettete? In Tschechien gehört der vejk zum Nationalerbe; in Zeiten der Okkupation war er ein Widerstandsbuch über die Rolle, die das Buch für die Tschechen spielt, informiert Jaroslav Rudi sehr persönliche Nachbemerkung. Bei uns hat er sich vor allem durch die Verfilmungen mit Heinz Rühmann oder Fritz Muliar oder die Zeichnungen von Josef Lada auch bildlich ins Gedächtnis eingeprägt. Ins Deutsche übersetzt wurde der Text bisher aber erst einmal: von Grete Reiner, die in den 1920er Jahren mit ihrem Böhmakeln gleich eine eigene Sprachform für vejk schuf. Doch vejk spricht im Original sauberes Umgangs-Tschechisch, eine Sprache, die sich keineswegs durch grammatikalische Unkorrektheiten auszeichnet. Es war also durchaus an der Zeit, eine neue Übersetzung vorzulegen, die auf diese heute zu komödiantisch wirkenden, k.u.k.-tümelnden Elemente verzichtet und dem Roman so seine Modernität wiedergibt. Auf diese Weise entschlackt, erweist sich dieser große Roman 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges als erschreckend zeitgemäß in seiner Aufdeckung von Behördenwillkür, Selbstüberheblichkeit der Militärs, Obrigkeitshörigkeit und Dummheit.

Autorenportrait:
Jaroslav Hasek (1883 - 1923), der Schöpfer des braven Soldaten Schwejk, war wie sein weltberühmter Held ein Prager Original. Er durchwanderte von 1903 bis 1907 ganz Mitteleuropa. Wie Schwejk handelte er eine Zeitlang mit Hunden und war Soldat der k.u.k. Armee. 1915, an der Ostfront, desertierte er und wurde des Hochverrats angeklagt. Er war Kommissar in der Roten Armee. Viermal glaubte man, er sei tot. Er gründete die Partei des gemäßigten Fortschritts in den Grenzen des gesetzmäßig Erlaubten und hielt über tausend Wählerversammlungen ab. Und er war dafür bekannt, daß er gern redete und sehr viel trank. Sein braver Soldat Schwejk wurde zum Sinnbild des Widerstandes gegen jegliche Obrigkeit.

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort ERSTER TEIL Im Hinterland 1 Das Eingreifen des guten Soldaten vejk in den Weltkrieg 2 vejk auf der Polizeidirektion 3 vejk vor den Gerichtsärzten 4 Man wirft vejk aus dem Irrenhaus 5 vejk auf dem Polizeikommissariat in der Salmgasse 6 vejk unter Durchbrechung des Zauberkreises abermals zu Hause 7 vejk rückt ein 8 vejk als Simulant 9 vejk im Garnisonsarrest 10 vejk wird Offiziersdiener beim Feldkuraten 11 vejk geht mit dem Feldkuraten eine Feldmesse zelebrieren 12 Eine theologische Debatte 13 vejk geht versehen 14 vejk wird Offiziersdiener bei Oberleutnant Luká 15 Die Katastrophe ZWEITER TEIL An der Front 1 vejks Missgeschicke im Zug 2 vejks Budweiser Anabasis 3 vejks Erlebnisse in Királyhida 4 Neue Leiden 5 Von Bruck an der Leitha nach Sokal DRITTER TEIL Die glorreiche Dresche 1 Durch Ungarn 2 In Budapest 3 Aus Hatvan an die galizische Grenze 4 Marschieren, Marsch! VIERTER TEIL Fortsetzung der glorreichen Dresche 1 vejk im Transport der russischen Kriegsgefangenen 2 Geistliche Tröstung 3 vejk wieder zurück bei seiner Marschkompanie Anhang Zu dieser Ausgabe Anmerkungen Allgemeines zu Aussprache, Namen und Fachausdrücken Nachwort Abbildungsnachweis Zum vejk: Eine Pilgerreise böhmischer Art von Jaroslav Rudi

über die Autoren
Jaroslav Hasek

Jaroslav Hašek, als Sohn eines Mathematiklehrers am 24. April 1883 in Prag geboren, starb vierzigjährig am 3. Januar 1923 in Lipnice /Tschechoslowakei. Er debütierte 1903 mit einem Gedichtband, mußte aber seinen Lebensunterhalt als Bankangestellter verdienen, ehe er als Verfasser zahlreicher, schließlich in 16 Bänden gesammelter,...

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