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Verlag Manesse
ISBN 9783717512905
1953

Erscheinungsdatum: 01.07.1953 . 912 Seiten. 15 x 9 cm . Hardcover .

Hardcover

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Über den Artikel

Michel de Montaigne unterhält seine Leser mit Selbstgesprächen, Anekdoten, geistreichen Aperçus und gelehrten Zitaten. Widersprüchlich und subjektiv wie das Leben selbst, werden seine Essais von einem zutiefst humanen Gedanken getragen: Niemand ist davon frei, Dummheiten zu sagen. Das Unglück ist, sie gar feierlich vorzubringen. Es ist ein erstaunliches Buch, das uns Michel de Montaigne (1533-1592) mit seinen Essais hinterlassen hat, erstaunlich vor allem wegen seines hohen Gehalts an wahrem Leben. Nie zuvor hatte ein Autor in solch unmittelbarer Frische schreibend über sich nachgedacht, ohne Rücksicht auf konventionelle Formen und Zugeständnisse an Leseerwartungen. Ich habe mein Buch nicht mehr gemacht, als es mich gemacht hat, ein Buch vom Fleisch und Blut seines Verfassers , kommentierte der Renaissance-Schriftsteller und Staatsphilosoph. Mit den Essais schuf er zugleich eine gänzlich neue, offene Form: den literarischen Versuch . Getragen von der Freude am Zufälligen, verschränken sich hier auf originelle Weise weltweises Gelehrtentum und treffliche Beobachtungen zu Skurrilitäten des Alltags. Mit ihm würde ich es halten, wenn die Aufgabe gestellt wäre, es sich auf der Erde heimisch zu machen , urteilte Friedrich Nietzsche über das Buch. Die vorliegende Ausgabe und Auswahl von Herbert Lüthy, dem bekannten Schweizer Historiker und Publizisten, hält ein Lesevergnügen für einen breiten Leserkreis bereit.

Autorenportrait:
Michel de Montaigne, geb. am 28. Februar 1533 auf Schloss Montaigne im Périgord, stammte aus einer reichen Kaufmannsfamilie und genoss eine humanistische Erziehung. Nach dem Studium der Rechte fungierte er von 1557-70 als Parlamentsrat, zog sich aber nach dem Tod seines Freundes La Boétie in das Turmzimmer seines Schlosses zurück, um zu schreiben. Es folgten Reisen durch Italien, die Schweiz und Deutschland. Von 1582-85 war er Bürgermeister von Bordeaux. Der große Gelehrte, der sich bewusst von der Schulphilosophie fernhielt, starb am 13. September 1592.

über die Autoren
Michel de Montaigne

Michel de Montaigne, geboren 1533 auf Schloss Montaigne in der Dordogne, war ältester Sohn einer reichen und spät geadelten Kaufmannsfamilie. Nach einer an humanistischen Prinzipien orientierten Erziehung, der ein Studium der Rechte folgte, zog er sich in seinem 38. Lebensjahr in den Rundturm seines Schlosses zurück, wo als Versuch einer...

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