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Ingeborg-Bachmann-Preis für Tanja Maljartschuk
09.07.2018

Ingeborg-Bachmann-Preis für Tanja Maljartschuk

Die Ukrainerin Tanja Maljartschuk schreibt auf Deutsch und gewann mit dem Text „Frösche im Meer“. Sie wurde von Stefan Gmünder zum diesjährigen Bewerb eingeladen, er hielt auch die Laudatio. Sie thematisiert im Text das zuweilen fehlende Interesse der jüngeren Generation an ihren betagten Verwandten und die Probleme einer sozial ungleichen, von der Natur entrückten und xenophoben Gesellschaft, heißt es auf der Webseite, die der ORF zum Bachmann-Preis eingerichtet hat.

Hier kann man ein Portrait von ihr sehen und ihre Lesung als Video nachhören.

Der Deutschlandfunk-Preis geht an Bov Bjerk. Sein Text Serpentinen erscheint im Herbst 2018 als Roman im Ullstein Verlag.

Tanja Maljartschuk
Tanja Maljartschuk, 1983 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine geboren, studierte Philologie an der Universität Iwano-Frankiwsk und arbeitete nach dem Studium als Journalistin in Kiew. 2009 erschien auf Deutsch ihr Erzählband »Neunprozentiger Haushaltsessig«, 2013 ihr Roman »Biografie eines zufälligen Wunders« und 2014 »Von Hasen und anderen Europäern«. 2018 erhielt sie für den Text »Frösche im Meer« in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Autorin schreibt regelmäßig Kolumnen für die Deutsche Welle (Ukraine) und für Zeit Online und lebt seit 2011 in Wien.