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Strukturierte Verantwortungslosigkeit

Berichte aus der Bankenwelt

Platz 1 der Sachbuch Bestenliste September In der verschwiegenen Welt der Banken hat sich eine Art Finanzaristokratie herausgebildet, der die neuerdings sogenannte Realwirtschaft völlig egal zu sein scheint. Claudia Honegger, Sighard Neckel und Chantal Magnin sind mit ihren Forschungsteams in diese Welt eingedrungen und haben mit deutschen, österreichischen und schweizerischen Finanzsoldaten gesprochen.

Verlag Suhrkamp
ISBN 9783518126073
2010

3. Originalausgabe . 2010 . 399 Seiten. 17.6 x 10.8 cm . edition suhrkamp . Paperback .

Softcover

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Über den Artikel

In der verschwiegenen Welt der Banken hat sich eine Art Finanzaristokratie herausgebildet, der die neuerdings sogenannte Realwirtschaft völlig egal zu sein scheint. Claudia Honegger, Sighard Neckel und Chantal Magnin sind mit ihren Forschungsteams in diese Welt eingedrungen und haben mit deutschen, österreichischen und schweizerischen Finanzsoldaten gesprochen. Die dabei entstandenen soziologischen Porträts bilden den Kern dieses Buchs. Sie beantworten Fragen wie: Wie deuten Banker und Bankerinnen die Krise auf den Finanzmärkten? Wie ist es dazu gekommen? Wer trägt die Verantwortung? Zu den Porträts kommen Analysen, Feldbeschreibungen, Essays und ein Glossar. Im Fokus steht dabei die Entstehung von "Söldnerheeren", die gegeneinander kämpften, zugleich aber einen Feldzug führten gegen die Bankkunden, die börsennotierten Unternehmen, gegen ganze Volkswirtschaften und letztlich gegen die reale Welt.

Sighard Neckel ist Professor für Soziologie an der Universität GH Siegen.

Chantal Magnin ist Dozentin an der Hochschule für Wirtschaft Luzern und Inhaberin eines Forschungsbüros.

Elfriede Jelinek, geboren 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark, wuchs in Wien auf; mit vier Jahren Ballett- und Französischunterricht, in der Folgezeit umfassende musikalische Ausbildung; 1960 Klavier- und Kompositions-Studium am Wiener Konservatorium; 1964 Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien; 1967 Abbruch des Studiums, beginnt zu schreiben; Lyrik und Prosatexte erscheinen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Elfriede Jelinek erhielt zahlreiche Literaturpreise, darunter den Georg-Büchner-Preis (1998). 2004 wurde ihr der Literatur-Nobelpreis verliehen.

"Die 31 Interviews mit Personen, die ein breites Spektrum von Statuspositionen und Aufgabenbereichen abdecken, bieten ein Panorama der in der Bankenwelt Agierenden, ihrer Praktiken und Denkstile. Der dankenswerte und spannende Bericht der Soziologen aus der Bankenwelt zeigt, dass solide Banker der Hilfe von außen bedürfen, damit nicht bloß das Finanzkasino saniert wird." Rolf Wiggershaus, Frankfurter Rundschau