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Wir müssen über Rassismus sprechen

Schwindende Privilegien, fehlendes Verständnis und weiße Fragilität

Ein Buch, das weh tut, das aufweckt, das aber auch zeigt, wie wir endlich miteinander ins Gespräch kommen können.

Verlag Hoffmann und Campe
ISBN 9783455008135
2020

2020 . 208 Seiten. Hardcover .

Hardcover

lieferbar innerhalb von 12 Monaten
Über den Artikel

Wut, Scham, Leugnung – das sind die Reaktionen, wenn rassistische Äußerungen, seien sie beabsichtigt oder unbeabsichtigt erfolgt, offen angesprochen werden (etwa, wenn Sigmar Gabriel Clemens Tönnies mit den Worten verteidigt: »Das ist Quatsch, wer ihn kennt, weiß, dass er kein Rassist ist. Vor allem aber verniedlicht dieser Vergleich die wirklichen Rassisten!«). Dieses Herunterspielen von Hetze und Vorurteilen und das Umdrehen eines solchen Vorwurfs als persönlichen Angriff gegen den Sprecher nennt Robin DiAngelo »Weiße Fragilität«. Es ist ein Mechanismus, der es der weißen Bevölkerung erlaubt, selbst zu entscheiden, wann etwas rassistisch ist und wann nicht. DiAngelo zeigt, wie wir ihn alle (oft unbewusst) nutzen. Dabei wissen wir aus jüngster Vergangenheit, wie schnell aus Worten Taten werden.
Wie weit sich diese gefährliche Rhetorik vom rechten Rand bereits in die Mitte vorgefressen hat, zeigt Rassismus-Forscherin DiAngelo anhand erschreckender alltäglicher Beispiele.

über die Autoren
Robin J. DiAngelo

Robin DiAngelo ist Soziologin und forscht seit Jahren zum Thema Rassismus. Sie lehrt unter anderem an der University of Washington in Seattle. Außerdem gibt sie seit mehr als 20 Jahren Kurse zu Antirassismus. 2011 hat sie den Begriff white fragility geprägt, der die abwehrende und aggressive Reaktion vieler Weißer bezeichnet,...

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